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Die wichtigkeit eines ergonomischen arbeitsplatzes

Wenn Sie einen ergonomischen Arbeitsplatz als Modeerscheinung betrachten, sollten Sie vielleicht nochmals gut nachdenken. Ein ergonomischer Arbeitsplatz und eine gesunde Arbeitsumgebung sorgen dafür, dass Angestellte optimale Leistungen erbringen können und nicht unnötig arbeitsbedingten Risiken auf Verletzungen oder Krankheiten ausgesetzt sind. Licht, Luft, Temperatur, Umgebungsgeräusche, visuelle Impulse — alle diese Faktoren beeinflussen unser Konzentrationsvermögen, wie schnell wir ermüden und die Wahrscheinlichkeit auf Beschwerden oder Krankheit. Aus diesem Grund beeinflusst ein ergonomischer Arbeitsplatz jedes Unternehmen.

Immer noch skeptisch? Untersuchungen zeigen, dass an einem ergonomischen Arbeitsplatz 10 - 15 % produktiver gearbeitet werden kann, als an einem ungesunden Arbeitsplatz, und dass der krankheitsbedingte Arbeitsausfall mit 1,5 - 2,5 % abnimmt. Nachstehend möchten wir Ihnen erläutern, weshalb es so wichtig ist, dass ein Arbeitgeber für eine gesunde, ergonomische Arbeitsumgebung sorgt. Denn es ist nicht nur kurzsichtig, dies nicht zu tun. Im schlimmsten Fall riskiert man damit die Verletzung der Arbeitsschutzbestimmungen, was zudem dem Image des Unternehmens schadet.

Diese Kurzanleitung zeigt die wichtigsten Faktoren für eine ergonomische Arbeitsumgebung auf. Weiter haben wir die 10 wichtigsten Do‘s & Don‘ts für ein ‚Wohlfühlgebäude‘ für Sie zusammengestellt.

Weshalb sollten Sie sich um eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung kümmern?

Ein ergonomisches Arbeitsumfeld oder ein Wohlfühlgebäude — und vielleicht noch wichtiger, ein ungesundes Gebäude —beeinflussen beide die Leistungsfähigkeit und den Wohlfühlfaktor von Menschen bei der Arbeit. Oder anders gesagt: Ergonomie beeinflusst Ihr Unternehmen bis auf die Basis und dringt bis ins Herz der Arbeitskultur vor. Damit stellen sich für jeden Arbeitgeber 2 Kernfragen:

  • Hat Ergonomie in Ihrer Arbeitsplatzumgebung einen positiven oder negativen Effekt auf Ihr Unternehmensresultat?

  • Was sagt der Umfang, in dem wir sicherstellen — oder nicht sicherstellen können —, dass unsere Mitarbeiter an einem ergonomischen Arbeitsplatz arbeiten, über uns als fürsorglicher Arbeitgeber aus?

Warnsignal: 3 Statistiken, die überzeugen, dass man die ergonomische Arbeitsplatzgestaltung ernst nehmen sollte

  1. RSI — RSI (Repetitive Strain Injury/Mausarm) ist eine ernsthafte Erkrankung, die durch sich ständig wiederholende, gleiche Bewegungen, wie etwa durch Tippen auf einer Tastatur, entsteht. Es ist ein typisches Symptom, das aufgrund einer ungesunden Arbeitshaltung bei einer an sich risikofreien Arbeitstätigkeit entsteht, und zugleich ist es ein häufiger Grund für langfristige Krankheit. Gemäß der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA), haben über 60 % der Niederländer Risiko auf Beschwerden im Zusammenhang mit RSI. Während der entsprechende Fachbereich des US-amerikanischen Arbeitsministeriums für Sicherheit & Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (OSHA) bestätigt, dass RSI Hunderttausende von amerikanischen Arbeitnehmern betrifft und amerikanische Unternehmen jährlich über 20 Milliarden US $ an Arbeitnehmerentschädigung kosten.

  2. Krankschreibung — 34 % aller krankheitsbedingten Abwesenheiten resultieren aus ergonomisch schlecht eingerichteten Arbeitsplätzen. Das niederländische Zentralamt für Statistik (CBS) meldet, dass an einem beliebigen Arbeitstag über 1 % aller Angestellten aufgrund schlecht eingerichteter Arbeitsplätze ausfällt.

  3. Rücken- und Muskelbeschwerden — Eine große europäische Studie belegt, dass 35 % der Angestellten findet, dass die Arbeit ihre Gesundheit beeinträchtigt, wovon 24 % über Rückenschmerzen und 22 % über Muskelschmerzen klagen.

Die 4 Eckpfeiler eines ergonomischen Arbeitsplatzes: Licht, Temperatur, frische Luft und Umgebungsgeräusche

  1. Licht
    Was genau bedeutet gutes Licht? Ein ergonomischer Arbeitsplatz ist so beleuchtet, dass man alles gut sehen kann, ohne jegliche Anstrengung der Augen. Das richtige Licht bedeutet, keine störende Blendung auf dem Bildschirm und ideale Lichtverhältnisse um Dokumente ohne Ermüdung der Augen lesen zu können. Kopfschmerzen, verschwommenes Sehen und trockene, gereizte Augen sind typische Symptome eines schlecht beleuchteten Arbeitsplatzes.

    Technisch betrachtet geht es darum, wie viel Lux (die Maßeinheit für Licht) es an einem Arbeitsplatz gibt. Studien belegen, dass 1.000 Lux die Produktivität verbessern kann und 500 - 1.000 Lux als ‘stressfreie Zone’ gilt, das für einen echt ergonomischen Arbeitsplatz unabkömmlich ist.

  2. Temperatur
    Die perfekte Temperatur zu finden kann schwierig sein. Studien bestätigen, dass die meisten von uns bei etwa 20 °C am produktivsten sind. Die Schwierigkeit dabei besteht darin, dass manche Menschen an wärmere Temperaturen gewöhnt sind, und dies als unkomfortabel kühl erfahren. Viele finden 27 °C die komfortabelste Temperatur, aber die Produktivität liegt dann viel tiefer. Für einen perfekten ergonomischen Arbeitsplatz gilt es also, das optimale Gleichgewicht zwischen Produktivität und Komfort zwischen 21 und 27 °C ausfindig zu machen. Und wie so oft bei einem ergonomischen Arbeitsplatz geht es darum, die Umgebung den spezifischen Bedürfnissen der Menschen die sie nutzen, anzupassen.

  3. Frische Luft
    Zu viele Menschen in einem Raum und schlecht unterhaltene Heiz- und Ventilationssysteme sind die 2 Hauptgründe für schlechte Luftqualität. Diese führen zu den folgenden bekannten Symptomen an einem ungesunden Büro-Arbeitsplatz: Erkältungen, Kopfschmerzen, Gereiztheit, Müdigkeit und Schwindel. Nicht angenehm und ganz bestimmt nicht Bestandteil eines produktiven, ergonomischen Arbeitsplatzes.

    Die Luftfeuchtigkeit sollte 30 - 60 % betragen. Die Luftzirkulation beeinflusst ebenfalls die Produktivität und ob man krank wird. Studien haben gezeigt, dass wenn sich die Frischluftzirkulation in einem Büro von 40 m3 auf 80 m3 pro Stunde erhöht, die Produktivität mit 2 % steigt und kurzfristige Arbeitsausfälle sogar um verblüffende 35 % zurückgehen!

  4. Geräusche
    Der gesetzlich zulässige Geräuschpegel in einem Büro ist von Land zu Land unterschiedlich. In den Niederlanden sollten 45 Dezibel nicht überschritten werden, in Großbritannien sind dies 55 Dezibel. Aber wenn man bedenkt, dass der Geräuschpegel in einem Klassenzimmer mit ruhigen Schülern bereits 40 Dezibel erreicht, sind diese Höchstwerte nicht besonders hoch.

    Viele Arbeitgeber versuchen Angestellten ruhige Zonen mit einem niedrigen Geräuschpegel zur Verfügung zu stellen, damit sie sich besser konzentrieren können. Ergonomische Produkte die dabei helfen können sind schalldämpfende Trennwände oder eventuell auch separate, ruhige Räume für die Arbeit an komplexen Aufträgen oder für ein wichtiges Telefongespräch.

Macht ein ergonomischer Arbeitsplatz wirklich einen Unterschied?

Ja, das ist unumstritten! Eine Studie belegt, dass wenn jeder Angestellte seinen Arbeitsplatz hinsichtlich Temperatur und Luftzirkulation selbst regeln könnte, die Produktivität um erstaunliche 12,5 % zunehmen würde! Ein Grund mehr, um sich unsere Top Tipps anzusehen.

Unsere Top Tipps: 10 Do‘s & Don‘ts beim Einrichten eines ergonomischen Arbeitsplatzes

  1. Gute Beleuchtung ist wichtig: Ebenso wie die oben im Abschnitt über Licht erwähnten Tipps ist es wichtig, dass störende Blendung vermieden wird und der Kontrast zwischen der Raumbeleuchtung und dem Computerbildschirm angemessen ist.

  2. Auffrischen: Um sicherzustellen, dass sich genügend Frischluft in einem Raum befindet, genügt es manchmal schon, eine Tür oder ein Fenster zu öffnen. Abgesehen von allen anderen Maßnahmen sollten Sie unbedingt auch das Bewusstsein der Mitarbeiter stärken, dass Schläfrigkeit oder Kopfschmerzen oft mit ungenügender Luftzirkulation zusammenhängen, damit Mitarbeiter stets selbst überprüfen, ob die Luftzirkulation genügend ist.

  3. Werden Sie grün: Untersuchungen zeigen, dass Pflanzen im Büro die Produktivität bis zu 15 % steigern können. Es hat einen positiven physischen und psychologischen Einfluss auf einen ergonomischen Arbeitsplatz, wie auch Krankenhäuser bestätigen können: Patienten, die von Ihrem Bett aus Bäume sehen können, erholen sich schneller.

  4. Geräuschminderung: Ebenso wie weiches Material den Geräuschpegel dämpft, wie wir oben unter ‚Geräusche‘ erläutern, können auch Pflanzen die Geräusche im Büro um ein paar Dezibel dämpfen. Ein Raum mit ausschließlich harten Oberflächen hat eine scharfe, unangenehme Akustik, die nicht zu einem ergonomischen Arbeitsplatz passt.

  5. Kunst tut gut: Ein weiteres weiches Material ist Leinwand. Außerdem kann das Aufhängen von Kunst im Büro (unbedingt sicherstellen, dass die Leinwand nicht von Glas abgedeckt ist) ein allgemeines Gefühl des Wohlbefindens auslösen und macht Sie als Arbeitgeber zudem sympathisch, weil es die menschliche Seite hervorhebt und zeigt, dass Sie ein angenehmes Arbeitsumfeld schaffen möchten.

  6. Die richtige Temperatur: Wie obenerwähnt befindet sich die optimale Temperatur für ein gutes Gleichgewicht wischen Produktivität und Komfort zwischen 21 und 27 °C. Aber es allen Menschen zugleich recht machen kann man nie, wie bereits Abraham Lincoln richtig feststellte. Dieses Thema eignet sich ganz ausgezeichnet dazu, alle Mitarbeiter bei der Bedeutung eines ergonomischen Arbeitsplatzes miteinzubeziehen und sie in gegenseitigem Einverständnis eine Lösung für die Temperatureinstellung eines jeden Arbeitsbereiches finden zu lassen. Eine Lösung wäre, morgens die perfekte Temperatur des einen einzustellen, nachmittags die perfekte Temperatur eines anderen. Es kann aber auch ein Temperaturkompromiss für den ganzen Tag gefunden werden. Aber ganz gleich wie man sich einigt, wichtig ist die aktive Beteiligung der Mitarbeiter. Mit Bewusstsein und Engagement hat man schon die Hälfte gewonnen, wenn es um die Gestaltung eines ergonomischen Arbeitsplatzes geht.

  7. Lassen Sie Mitarbeiter in Bewegung kommen: Vermeiden Sie, dass Angestellte den ganzen Tag sitzend in der gleichen Haltung verbringen und ermutigen Sie sie, regelmäßig aufzustehen. Stellen Sie eine einfache Richtlinie für Dehnübungen zusammen, die Ihre Mitarbeiter machen können. Schlagen Sie vor, dass Mitarbeiter zum Telefonieren aufstehen und herumgehen. Oder sie könnten ab und zu auch zu Fuß in die Buchhaltungsabteilung gehen, anstatt eine E-Mail zu senden. Und wie wäre es mit einem Schild, das Menschen dazu ermuntert, die Treppe anstatt den Lift zu nehmen?

  8. Verwenden Sie ergonomische Produkte: Stellen Sie sicher, dass alle Mitarbeiter über das sogenannte ‘Goldene Dreieck’ verfügen — ergonomischer Schreibtisch, ergonomischer Stuhl und ergonomischer Monitorständer — (selbstverständlich alle korrekt eingestellt), und führen Sie weitere ergonomische Produkte für alle ein, wie etwa ergonomische Tastaturen, ergonomische Mäuse, Monitorarme und Laptopständer.

  9. Führen Sie Sitz-Steh-Schreibtische ein: Eine weitere große Hilfe bei der Einrichtung eines ergonomischen Arbeitsplatzes ist ein Sitz-Steh-Schreibtisch. Ein Sitz-Steh-Schreibtisch kann einfach in der Höhe verstellt werden, damit Sie abwechslungsweise sitzend und stehend arbeiten können. Nur schon die Abwechslung alleine sorgt für einen kleinen Energieschub. Sie arbeiten also nicht nur ergonomisch, sondern es kann auch ein gutes Mittel gegen den wohlbekannten kleinen Durchhänger im Laufe des Vormittags oder des Nachmittags sein.

  10. Brainstorming: Teilen Sie Ideen und fragen Sie Angestellte, was ihrer Meinung nach das Büro zu einem wirklich ergonomischen Arbeitsplatz machen würde. Schreiben Sie eine Aktionsliste mit Ideen, die eingeführt werden können, und senden Sie allen den Zeitplan für die Einführung.

Um zu erörtern, wie wir Ihnen helfen können, einen ergonomischen Arbeitsplatz zu schaffen, kontaktieren Sie uns bitte.