Dataflex

So bringen Sie Ihren Arbeitsplatz in ergonomischer Hinsicht auf Vordermann

Wir entwickeln ergonomische Produkte, die das körperliche und geistige Wohlbefinden all derer steigern sollen, die sie nutzen.

Wir glauben, dass es wichtig ist, die ergonomischen Aspekte im weitesten Sinne zu betrachten, wenn man einen wirklich effizienten, komfortablen und gesunden Arbeitsplatz einrichten will. Deshalb entwerfen wir Produkte, die eine Ergänzung zu Bürostühlen und Schreibtischen darstellen und zusammen das ‘goldene Dreieck’ der Büro-Ergonomie bilden.

Ein ergonomischer Arbeitsplatz

Auf die Frage, was ein ergonomischer Arbeitsplatz ist, stammeln viele Leute irgendetwas von höhenverstellbaren Tischen und Stühlen. Doch die Ergonomie reicht, wie gesagt, viel weiter. Generell lässt sich ein ergonomischer Arbeitsplatz in drei Hauptbereiche aufteilen: Umfeld, Aktivität und Arbeitsplatz.

Umfeld

Von Krankenhäusern bis Gefängnissen, von Büros bis Warteräumen auf Bahnhöfen: Wissenschaftler sind sich einig, dass das Arbeitsumfeld negative oder positive Auswirkungen auf die Leistungen haben kann. Dabei sind unter anderem die folgenden Aspekte wichtig:

  • Licht und Beleuchtung — Innenarchitekten wissen, wie wichtig das richtige Licht am Arbeitsplatz ist. Der Mensch nimmt nämlich rund 85 % der Informationen über die visuelle Wahrnehmung auf. Die richtige Beleuchtung erleichtert die tägliche Arbeit und kann zur Reduzierung von Augenmüdigkeit und Kopfschmerzen beitragen, wenn der Arbeitsplatz blendfrei und ohne Schatten beleuchtet wird[i].

    Einer unserer Kunden, der renommierte Büromöbelhersteller Gispen, hat bei der Rabobank ein nach den neuesten Erkenntnissen gestaltetes Büro eingerichtet, bei dem automatisch gesteuerte Sonnenschutzpaneele an der Außenfassade mit den Innenbeleuchtungssystemen kommunizieren, sodass in den Räumen stets die richtige Lichtmenge vorhanden ist. So weit brauchen Sie natürlich nicht zu gehen, doch wenn Sie die Blend- und Schattenwirkung weitgehend verhindern, senken Sie damit die Gefahr von Müdigkeit und Kopfschmerzen, was sich positiv auf die Arbeitsleistung auswirkt.

  • Akustik — Wissenschaftlichen Ergebnissen zufolge kann die Produktivität um bis zu 66 % sinken, wenn in einem Raum, in dem die Gespräche von Kollegen laut hörbar sind, wissensbasierte Aufgaben erbracht werden sollen[ii]. Doch vollkommene Stille ist auch nicht die richtige Antwort, da dies bedrückend und einschüchternd wirken kann. Versuchen Sie doch einmal, in einem stillen vollbesetzten Raum ein Telefongespräch zu führen! Die richtige Antwort liegt vielmehr im richtigen Schallpegel für Umgebungsgeräusche bzw. verdeckende Geräusche (masking sound), der normalerweise zwischen 50 und 60 Dezibel liegt und Gespräche „maskiert“, sodass deren Lautstärke die Konzentration nicht beeinträchtigt.

  • Klima —Jeder weiß, dass es nichts Schlimmeres gibt, als eine defekte Klimaanlage an einem heißen Tag oder eine defekte Heizung mitten im Winter. Wissenschaftliche Forschungen belegen, dass die richtige Temperatur großen Einfluss auf die Arbeitsleistung hat. Laut einer Studie liegt die optimale Temperatur für gute Leistungen bei rund 22 °C. Besonders aussagekräftig war jedoch die Erkenntnis, dass bei extremen Temperaturen im Büro die Leistungen signifikant sanken. Bei 30 °C beispielsweise erbrachten die Mitarbeiter nur noch 91,1 % ihrer maximalen Kapazität[iii].

  • Gut eingerichteter Arbeitsplatz — Manche meinen, ein aufgeräumter Arbeitsplatz sei das Synonym für einen produktiven Arbeitsplatz, doch die Vorteile reichen weiter, als Sie vielleicht ahnen. Wer in einem aufgeräumten, gut eingerichteten Umfeld arbeitet, erfährt weniger Stress und kann klarer denken. Die Arbeit ist gesünder, man ist weniger keimbehafteten Staubpartikeln ausgesetzt und die Gefahr von Zwischenfällen mit Folgen für die Gesundheit und die Sicherheit, wie beispielsweise aufgrund herumliegender Kabel, ist geringer. Außerdem erhöht sich die Sicherheit im Unternehmen in Bezug auf vertrauliche Dokumente. Ebenso wichtig ist, dass ein ordentliches und sauberes Büro bei Besuchern, Partnern und Stellenbewerbern einen professionellen, effizienten und zuverlässigen Eindruck hinterlässt.

    Doch bevor Ihr Unternehmen stapelweise Vorschriften verteilt… Forschungen[iv]haben ergeben, dass Menschen in einem aufgeräumten Umfeld weniger gegen Vorschriften verstoßen und sich großzügiger zeigen. Allerdings ist auch erwiesen, dass ein gewisses Durcheinander Menschen kreativer werden lässt und mehr unkonventionelle Lösungen gefunden werden — und gerade diese Eigenschaften wünschen sich viele Arbeitgeber. Selbstverständlich schließen sich diese beiden Formen nicht aus. Während sich durch die Verbesserung der Büroumgebung also eindeutig und relativ leicht Vorteile erzielen lassen, sollten Unternehmen auch sehen, dass dies kein Allheilmittel ist. Ist Ihnen der schmuddelige Typ hinten in der Ecke, bei dem alte Kaffeebecher auf meterhohen Aktenstapeln balancieren, ein Dorn im Auge? Ein wirklich cleveres Unternehmen wird dafür eine flexible und für alle Parteien befriedigende Lösung finden.

  • Pflanzen — Die Tage, an denen eine kleine Topfpflanze in der Ecke nur dem Einfall eines aufmerksamen Portiers zu verdanken ist, sind längst vorbei. Oder sollten es zumindest sein. Die Wissenschaft[v] hat nämlich die positive Wirkung von Pflanzen auf Büroangestellte eindeutig bestätigt. Laut einer Studie sanken Stressniveau und negative Gefühle bei Büromitarbeitern mit Pflanzen im Büro um 30 - 60 %. Bei den Mitarbeitern ohne Pflanzen stiegen Stress und negative Gefühle sogar um 20 bis 40 %. Diese Erkenntnisse gewannen die Wissenschaftler über einen Testzeitraum von nur 3 Monaten. Schon eine einzige Pflanze, so stellten die Forscher fest, machte einen großen Unterschied aus.

Aktivität

Der Preis der Inaktivität

Ein weiterer Schlüsselaspekt für die Verbesserung der Effizienz und des Wohlbefindens am Arbeitsplatz ist Ihr Aktivitätsgrad. Dies gilt vor allem für Mitarbeiter mit sitzenden Tötigkeiten, einschließlich der Millionen Büroangestellten, die den größten Teil des Tages an ihrem Schreibtisch verbringen. Die Liste der umfassend untersuchten Auswirkungen einer vorwiegend sitzenden Lebensweise[vi] liest sich wie ein Horrorszenario. Zu den erhöhten Risiken gehören Ängstlichkeit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, tiefe Beinvenenthrombose, Depression, Diabetes, Bluthochdruck, Obesitas, Osteoporose, Nierensteine, Nackenschmerzen, eingeklemmte Nerven und Schmerzen der Lendenwirbelsäule. Und diese Liste ließe sich noch um ein Vielfaches verlängern.

Prevention of neck pains

Sport allein ist nicht genug

Doch wenn Sie meinen, davon seien nur unbelehrbare Couchpotatoes betroffen, liegen Sie falsch. Generell sind diese Risiken bei Personen erhöht, die mehr als 5 Stunden pro Tag im Sitzen verbringen. Mäglicherweise noch mehr Stoff zum Nachdenken bietet die Erkenntnis, dass dieses Risiko unabhängig zu Ihrem BMI (Body Mass Index, ein ungefähres Maß zur Feststellung Ihres Idealgewichts) und auch unabhängig davon besteht, ob Sie Sport treiben oder nicht. Anders ausgedrückt heißt dies, dass Sie die Auswirkungen eines Tages, den Sie an Ihrem PC hockend verbracht haben, nicht einfach ausgleichen können, indem Sie nach der Arbeit die 10 km nach Hause radeln, am Abend eine Stunde Pilates machen oder am Rugby-Training teilnehmen.

Den „Abschaltmodus“ durchbrechen

Es gibt aber auch gute Nachrichten. Studien weisen zunehmend darauf hin, dass das Problem vorwiegend durch langes, ununterbrochenes Sitzen entsteht, was unseren Körper nach Ansicht mancher Wissenschaftler dazu veranlasst, sozusagen in den Abschaltmodus zu gehen[vii]. Im Umkehrschluss heißt dies - und die Wissenschaft belegt dies -, dass Sie diese negativen Auswirkungen durch regelmäßige Unterbrechungen dieser Inaktivität während des Tages signifikant reduzieren können.

Was also sollten Sie tun, um zu verhindern, dass Ihr Körper „abschaltet“? Die meisten Experten empfehlen, mindestens einige Minuten pro Stunde aus der sitzenden Position aufzustehen. Schon wenn Sie Ihren Allerwertesten buchstäblich aus dem Stuhl heben und einige Schritte tun, ist dies besser als nichts. Viele Experten empfehlen jedoch eine Reihe leichter Übungen.

Übungen

Diese Übungen reichen von allgemeinen Tipps wie in diesem kurzen Videobeitrag bis hin zu Übungen wie diesen: Stretching Exercises (PDF mit englischsprachigen Aufforderungen).

Tipp: Viele dieser hier gezeigten Übungen werden Ihnen bekannt vorkommen. Wichtig ist jedoch, sie auch wirklich zu machen. Installieren Sie eine Software, die Sie regelmäßig daran erinnert, kurze Übungen zu machen, oder schreiben Sie sich eine entsprechende Nachricht in Ihren elektronischen Kalender, die mehrmals am Tag auf dem Bildschirm erscheint. Zumindest so lange, bis Sie automatisch mehr bewegen, denn es gibt natürlich nicht nur schlechte, sondern auch gute Gewohnheiten.

Ein Positionswechsel ist (fast) so gut wie eine Pause

Mentale Müdigkeit ist ein weiteres Problem für alle, die hinter ihrem Bildschirm Wurzeln schlagen. Ein probates Mittel gegen Müdigkeit ist, sich zwischendurch mit anderen Aufgaben zu befassen. Ideal wäre es, wenn dies auch mit körperlicher Bewegung einher gehen würde. Einer Studie zufolge sind allerdings am Computer tätige Arbeitnehmer, die 20 % ihrer Arbeitszeit mit Surfen im Internet verbringen, im Schnitt 12 % produktiver als die braven Kollegen, die das nicht tun[viii].

Genügend trinken

Wasser ist, wie wir alle wissen, buchstäblich unser Lebensquell[ix]. Doch während wir wissen, dass wir beispielsweise beim Sport genügend Flüssigkeit zu uns nehmen sollten, vergessen wir während der Arbeit häufig, zwischendurch einen Schluck Wasser zu trinken. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung braucht das gar nicht viel zu sein. Sie sollten sich jedoch regelmäßig fragen, ob Sie Durst haben, und wenn ja, ein wenig Wasser trinken. Wenn Ihr Urin eher dunkelgelb ist, so ist dies ein Zeichen dafür, dass Sie nicht genügend getrunken haben.

Natürlich können Sie Ihren Feuchtigkeitshaushalt mit Fruchtsäften, Tee, Kaffee und sogar mit Erfrischungsgetränken regulieren, aber warum machen Sie es nicht einfacher und verwöhnen Ihren Körper mit reinem Wasser? Es braucht auch kein teures Mineralwasser zu sein. Studien belegen, dass das Leitungswasser vielerorts besser ist als das in Flaschen abgefüllte Wasser. Also genießen Sie einfach ein Glas Kraneberger!

Tipp: Stellen Sie sich eine Flasche Wasser auf den Schreibtisch. Wenn sie leer ist, haben Sie einen guten Grund, sich zu bewegen und sie nachzufüllen!

Fit werden, fit bleiben

Und vergessen Sie nicht: Das gute alte Training außerhalb der Arbeitszeit bleibt eine sehr gute Sache. Wer mindestens 4 Stunden pro Woche Sport treibt, ist Studien zufolge genauso gesund wie Menschen, die weniger als 4 Stunden pro Tag sitzen und keinen Sport treiben. Doch wie bereits gesagt ist Sport allein nicht genug.

Arbeitsplatz

Beschränktes Bild

Wenn das Thema so vielfältig ist, warum meinen dann so viele Organisationen und so viele Leute, die Ergonomie befasse sich ausschließlich mit der korrekten Positionierung von Tischen und Stühlen?

Eine mögliche Erklärung lautet, dass bei Personen, die ihre Arbeit nicht in einer bequemen Haltung erledigen können und über regelmäßige Schmerzen im Rücken, im Nacken oder in den Schultern klagen — oder schlimmer noch, wenn sie sich regelmäßig krank melden — offensichtlich mit ihrer Haltung etwas nicht in Ordnung ist. Beschwerden dieser Art lassen die Alarmglocken im Management und bei den Betriebsmedizinern schrillen und es werden Maßnahmen ergriffen. Das Ergebnis ist, dass die physische Ergonomie am Arbeitsplatz generell zuerst beachtet wird. Und in vielen Unternehmen bleibt es dann dabei. In den Köpfen vieler Manager und Mitarbeiter ist also Ergonomie = die korrekte Positionierung von Tischen und Stühlen.

Mehr als Tische und Stühle

Die physische Ergonomie ist zweifellos ein wichtiger Bestandteil der Ergonomie im Allgemeinen, und sie ist die Grundlage für bequemes und gesundes Arbeiten, da sie die korrekte Haltung in den Vordergrund stellt. Doch indem Unternehmen ihren Blick auf Tische und Stühle beschränken, verpassen sie den dritten wichtigen Teil dieser Gleichung, die Monitorarme. Das mag daran liegen, dass bis noch vor wenigen Jahrzehnten ein Computerbildschirm in den meisten Unternehmen relativ neu war.

Die 3 Säulen

Die 3 Säulen, bestehend aus Stühlen, Tischen und Monitorarmen, bilden eine Art „goldenes Dreieck“ der physischen Ergonomie, da jede dieser Säulen eine gleichberechtigte Rolle bei der Festlegung Ihrer Haltung im Vergleich zu den anderen beiden spielt. Und genau hier hapert es häufig:

Wenn der Monitor auf Ihrem Schreibtisch nicht in der richtigen Höhe und Entfernung angebracht ist, sitzen Sie früher oder später krumm; entweder Sie lehnen sich zu weit nach vorne oder zu weit nach hinten. Dies geschieht völlig unbewusst. Und schon haben Sie wieder eine halbe Stunde in einer schlechten Haltung auf Ihren Monitor geschaut. Wenn Ihre Augen konstant versuchen, die ideale Entfernung und den idealen Winkel zum Bildschirm zu finden, bewegt sich Ihr Kopf entsprechend mit. Automatisch folgen auch der Nacken und Rücken, egal, wie gut Sie Ihren Stuhl und Schreibtisch an Ihre Körpermaße und Ihre Bedürfnisse angepasst haben.

Wenn Sie sich also wundern, warum Sie noch immer diese quälenden Nackenschmerzen, Schmerzen in der Lendenwirbelsäule oder andere Beschwerden haben, obwohl Sie doch Ihren Stuhl und Schreibtisch ergonomisch richtig eingestellt haben, dann lautet die Antwort, dass Sie wohl die dritte dieser drei Säulen vergessen haben, nämlich die Position Ihres Monitorarms. Wenn ein Unternehmen darauf achtet, dass auch dieser richtig eingestellt ist, dann erst werden Sie wirklich bequem sitzen.

Die optimale Abstimmung

Es gibt unzählige Richtlinien, die Ihnen dabei helfen, Ihren Arbeitsplatz optimal einzurichten. Wichtig ist, dass Sie diese eine Gleichung mit allen drei Säulen beachten: Schreibtisch, Stuhl und Monitorarm. Nachfolgend unsere Empfehlungen: Posture guidance (PDF mit englischsprachigen Aufforderungen).

Eine ergonomische Organisation

Wenn sie es nicht schon waren, so dürften doch spätestens jetzt die Gründe, warum die Ergonomie für jedes sich selbst respektierende Unternehmen so wichtig sind, offensichtlich geworden sein. Wenn eine gute bzw. schlechte Ergonomie auf individueller Ebene so positive bzw. negative Auswirkungen auf die physische und geistige Gesundheit eines Mitarbeiters und auf sein allgemeines Wohlbefinden haben kann, wie sehr muss dies dann nicht auch für ein Unternehmen gelten?

Die Grundprinzipien

Produktivität

„Mitarbeiter, die sich nicht wohlfühlen, erbringen keine guten Leistungen.“ „In einer Büroumgebung, die gesundheitsförderlich eingerichtet ist, arbeitet man besser.“ Das mögen starke Vereinfachungen sein, aber bezieht man sie auf Arbeitnehmer im Allgemeinen, so gelten sie trotzdem. Unzählige Studien belegen, dass die Einföhrung einer angemessenen Ergonomie die Produktivität steigert[x]. In einer Studie über Büroangestellte zeigte sich, dass die Fehlerraten um 25 % sanken, während sich die aktive Arbeitszeit (die für eine bestimmte Aufgabe aufgewendete Zeit) um 40 % erhöhte.

Kosteneinsparungen

Man sagt, eine gute Ergonomie sei eine gute Ökonomie, und die Zahlen belegen dies. In den USA wird von 3 Dollar an Krankheits-/Unfallkosten 1 Dollar für Muskel- und Skelettstörungen aufgewendet. Generell sind die meisten physischen ergonomischen Symptome auf Muskeln und Skelett bezogen. Die systematische Reduzierung physischer ergonomischer Risikofaktoren macht für ein durchschnittliches Unternehmen rund 33 % ihrer Krankheits-/Unfallkosten aus.

Krankheit und Unfälle verursachen sowohl direkte als auch indirekte Kosten. Die meisten Unternehmen können ihre direkten Kosten relativ gut beziffern. Doch die Nachricht, dass das US-amerikanische Arbeitsministerium die indirekten Kosten auf ein Zwanzigfaches der direkten Unfallkosten schätzt, dürfte die Gemüter des Managements wohl weit mehr beschäftigen[xi].

Arbeitsausfall

Die schlimmste Folge schlechter Ergonomie ist selbstverständlich, dass Mitarbeiter krankheitsbedingt ausfallen. Dies kann sich darüber hinaus negativ auf die direkten Kollegen auswirken, die zusätzlich zu ihren normalen Aufgaben die Arbeit des ausgefallenen Kollegen übernehmen müssen, sowie auf die Stimmung des gesamten Teams. Die Zahlen sind natürlich sehr unterschiedlich, doch alle Studien belegen, dass die Zahl des krankheitsbedingten Arbeitsausfalls nach der Einführung einer guten Ergonomierichtlinie sinkt. Einer vom US-amerikanischen Arbeitsministerium 1990 in Auftrag gegebenen Studie zufolge stieg die Produktivität nach der Neugestaltung der Arbeitsplätze (einstellbare ergonomische Stühle, guten Arbeitsplatzleuchten, Akustikwände) um 10 - 15 %, während der Arbeitsausfall um 14 % sank[xii].

Wohlbefinden und positive Einstellung

Wenig überraschend ist auch, dass alle Studien positive Auswirkungen guter ergonomischer Praktiken in Bezug auf Arbeitnehmer verzeichnen[xiii]. Abgesehen von der Tatsache, dass Menschen, die sich wohl fühlen, bessere Leistungen erbringen, stellt sich dann wahrscheinlich auch eine bessere Einstellung zu Ihnen als Arbeitgeber ein. Der Grund dafür ist ein bewusster und unterbewusster „Cocktail“ aus Wohlbefinden, Kollegen, die sich wohlfühlen, was zu einem allgemein besseren Betriebsklima führt, Wertschätzung für die Bemühungen des Arbeitgebers, der angenehme Arbeitsplätze für seine Arbeitnehmer bereitstellt (möglicherweise ganz im Gegensatz zu früheren Arbeitgebern) und so weiter. Man sieht also, dass hier mehrere positive Aspekte ineinandergreifen und einander verstärken. Allerdings können schlechte Praktiken die positiven Auswirkungen guter Ergonomie auch wieder zunichte machen und zu einem Teufelskreis von Stress, Schmerzen, schlechter Stimmung, negativen Gefühlen gegenüber dem Arbeitgeber, niedrigerer Produktion, Arbeitsausfall usw. führen.


Ergonomie richtig verstanden: maßgeschneidert statt von der Stange

Vielleicht denken Sie nun, ein Unternehmen brauche lediglich eine Liste der oben genannten ergonomisch verbesserungsbedürftigen Bereiche zu erstellen, einige Richtlinien zur Haltung und Übungen herunterzuladen, einen Experten Licht und Akustik begutachten zu lassen und eine Pflanze in die Ecke zu stellen. Doch das wird nicht funktionieren.

Jedes Unternehmen ist anders

Jedes Unternehmen ist nämlich anders. Das ist natürlich ein Klischee. Aber wie die meisten Klischees ist es wahr. Die Einzigartigkeit des Unternehmens kann große Folgen für bestimmte Aspekte der Art und Weise haben, wie Ihr Unternehmen mit der Ergonomie umgeht.

Vergleichen Sie doch einmal die körperlichen ergonomischen Ansprüche eines „traditionellen“ Unternehmens, in dem die meisten Mitarbeiter täglich von 9 - 5 am gleichen Schreibtisch sitzen, mit einer großen Beratungsagentur, die sich der Philosophie des „neuen Arbeitens“ verschrieben hat.

In einem herkömmlichen Büro kann jeder Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz auf seine individuellen, im Wesentlichen unveränderlichen Bedürfnisse abstimmen. In einer Beratungsagentur gehen die Mitarbeiter den ganzen Tag über ein und aus, setzen sich an einen der freien „Hot-Desks“ und arbeiten entweder auf ihrem eigenen Laptop oder Tablet oder an einem der verfügbaren Desktop-Computer. Außerdem gibt es dort Besprechungsräume, Gemeinschaftsbüros, Lounge-Arbeitsplätze usw. Eine Ergonomierichtlinie eines solchen Unternehmens dürfte sich also stärker auf Schulungsaspekte richten als die eines traditionellen Unternehmens, außerdem gelten beim Einkauf von Büromöbeln und Zubehör andere Kriterien.

Gute Praxis entwickelt sich

In einer sich rasch wandelnden digitalen Welt können Unternehmen nicht umhin, ihre ergonomischen Praktiken laufend zu prüfen und anzupassen. Zwei gute Beispiele sind Software und Tablets.

Noch vor wenigen Jahren arbeitete niemand auf einem Tablet. Heute hingegen arbeiten viele damit, und wie es morgen aussieht, weiß niemand. Und genau das ist der springende Punkt: Niemand weiß es. Womöglich haben sich Tablets dann allgemein durchgesetzt. Bei einem Tablet arbeitet man über einen längeren Zeitraum in einer Haltung, die man sich bei der Arbeit an einem traditionellen Computer oder auch an einem Laptop nicht hätte träumen lassen. Generell hält man das Tablet so, dass es sich bequem anfühlt. Das kann jedoch bedeuten, dass man unbewusst das Beste aus einer suboptimalen Situation macht, indem man sich mit einem Tablet, der sowohl als Bildschirm als auch als Tastatur dient, so bequem wie möglich einrichtet[xiv].

Ein anderer Aspekt ist die Software. In guten Softwareprogrammen sind Tools für bestimmte Aufgaben, beispielsweise für das Seitenlayout in einem Bearbeitungsprogramm in intuitiven und/oder logischen Gruppen und Untergruppen sortiert. Dies ist ein einfaches Beispiel für gute kognitive Ergonomie[xv]: Sie hilft dem Anwender, seine Arbeit effizienter und auf angenehme Weise zu erledigen. Für viele Softwareprogramme gilt jedoch das Gegenteil: Chaotische, unlogische Schnittstellen verlangsamen die Arbeit, die Suche nach den gewünschten Funktionen gestaltet sich mühsam, Frustrationen entstehen, der Anwender wird müde und die Stimmung verschlechtert sich.

Unternehmenskultur

Nehmen wir die beiden vorigen Beispiele von Software und Tablets. Was wäre nun der richtige nächste Schritt? Eine Richtlinie, die allen vorschreibt, wie sie ihr Tablet zu halten haben, und die Verbannung von Software, die nicht bestimmte Kriterien erfüllt? Einen Artikel im Newsletter des Unternehmens schreiben, mit einem Link zu guten Artikeln über ergonomischen Praktiken? Oder die Manager vor Ort dazu anhalten, die Frage mit ihren Teams zu diskutieren und eine Lösung zu finden, die für sie am besten ist? Wie Sie wahrscheinlich schon geahnt haben, gibt es nicht die korrekte Antwort. Alles hängt von Ihrer Unternehmenskultur ab (bei den Antworten sind wir von einem großen Unternehmen ausgegangen; für eine 5-köpfige Designagentur sieht das natürlich wieder ganz anders aus). Es geht darum, das zu tun, was in Ihrem Kontext am besten funktioniert.

Auch die Frage der Aktivität hängt von der Kultur ab. Manche Unternehmen fördern die Bewegung ihrer Mitarbeiter, indem sie zur Mittagszeit Fitness-Stunden anbieten oder mit ihrem Team einen lokal veranstalteten halben Marathon laufen. Andere wiederum bieten ihren Mitarbeitern Cholesterin- und Blutdruckuntersuchungen an. Wie fast alles im Berufsleben hängt die richtige Lösung von Ihren Mitarbeitern, Ihren Umständen und Ihrem Stil ab.

How Dataflex can help

Dataflex hat sich auf einen Aspekt im Bereich der physischen Ergonomie spezialisiert: Wir entwickeln preisgekrönte Monitorarme, Schienensysteme, Dokumentenhalter und weiteres ergonomisches Zubehör für Computerarbeitsplätze. Eben weil wir uns auf diesen Bereich spezialisiert haben und inzwischen auf über 30 Jahre Erfahrung zurückblicken können, bieten wir Ihnen genau die fachlich kompetente Beratung, die Sie brauchen, um in Ihrem ergonomischen Prozess die richtige Entscheidung zu treffen.

Mehr lesen
  1. Canadian Centre for Occupational Health & Safety http://www.ccohs.ca/oshanswers/ergonomics/lighting_general.html
  2. The Guardian http://www.theguardian.com/small-business-network/2014/feb/20/sound-acoustics-productive-office
  3. Lawrence Berkeley National Laboratory, Berkeley, CA.https://indoor.lbl.gov/sites/all/files/lbnl-60946.pdf
  4. Association for Psychological Sciencehttp://www.psychologicalscience.org/index.php/news/releases/tidy-desk-or-messy-desk-each-has-its-benefits.html
  5. New University of Technology Sydney research, covered in a Nursery & Garden Industry Australia articlehttp://www.ngia.com.au/Attachment?Action=Download&Attachment_id=1430
  6. Wikipediahttps://en.wikipedia.org/wiki/Sedentary_lifestyle
  7. NPRhttp://www.npr.org/2011/04/25/135575490/sitting-all-day-worse-for-you-than-you-might-think
  8. University of Melbournehttp://newsroom.melbourne.edu/news/n-19
  9. WebMDhttp://www.webmd.com/diet/6-reasons-to-drink-water?page=1
  10. Washington State Dept. of Labor & Industrieshttp://www.pshfes.org/Resources/Documents/Ergonomics_cost_benefit_case_study_collection.pdf
  11. US Dept of Laborhttps://www.osha.gov/dcsp/smallbusiness/safetypays/estimator.html
  12. US Dept. Of Laborhttps://www.osha.gov/SLTC/ergonomics/success_stories.html
  13. Fast Companyhttp://www.fastcompany.com/3021985/work-smart/the-science-of-posture-why-sitting-up-straight-makes-you-happier-and-more-product
  14. Work: A Journal of Prevention, Assessment, and Rehabilitationhttp://www.iospress.nl/ios_news/shoulder-pain-from-using-your-ipad-dont-use-it-on-your-lap
  15. Ergowebhttps://ergoweb.com/what-is-cognitive-ergonomics